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Sport-Welt 2010

Hannover Aufgrund der Tatsache, dass sich im vorletzten Jahr viele Pferde hochgelaufen hatten, zeigt sich Stefan Wegner mit dem Verlauf der Saison 2009 zufrieden. Das Resultat belief sich zur Jahresfrist auf 9 Erfolge und kam bei nur wenigen Startpferden zustande. Positiv auf sich aufmerksam machte vor allem Margie`s World, die vom Handicapper als beste Stute der Trainingszentrale Neue Bult eingestuft wurde. Ihr Weg führte die Spinning World-Tochter im vergangenen Jahr vom Ausgleich III-Erfolg bis zu einer Listenplatzierung auf der Heimatbahn. Eine tolle Bilanz konnte auch Stall Lady Kings Owentuo aufweisen. Der Areion-Sohn absolvierte 7 Starts, kam dabei beim Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden zum Zuge und belegte drei zweite und drei vierte Plätze. Dass drei dieser Resultate dabei in Frankreich zustande kamen, untermauert die großartige Verfassung, in der sich Owentuo befand. Seine wohl beste Leistung zeigte er dabei nach seinem Iffezheimer Erfolg in Paris-Longchamp, als er nur von einem späteren Gruppe III-Sieger geschlagen wurde. Stolz ist man auch darauf, dass Cromat seine Grundausbildung für den Hindernissport am Stall bekommen hat. Nach seinem fünften Platz Mitte April bei seinem Debüt im Sport über die Sprünge auf der hannoverschen Hürdenbahn folgte vier Wochen später über die Besen an Ort und Stelle bereits ein Sieg. „Er avanciert mittlerweile zum besten Nachwuchspferd in der Schweiz" ergänzt Stefan Wegner nicht ohne Stolz. Sein Abgang wird nach derzeitiger Einschätzung des Trainers aber noch nicht zu kompensieren sein. „Es fehlt uns derzeit noch etwas zum Springen am Stall", gibt Wegner zu. Und auch der Erfolg von Gupido war etwas Besonderes. „Schließlich wünscht sich jeder Coach ein Rennen während der Derbywoche in Hamburg-Horn zu gewinnen", kommentiert Stefan Wegner, der nahezu zeitgleich im Juli seine Ausbildung zum Pferde-Physiotherapeut abgeschlossen hat. „Es war eine sehr lehrreiche und interessante Zeit, die nun den Pferden zugute kommen wird", gibt sich Wegner gespannt die Erfahrungen aus Anatomie, Zahnheilkunde und vielen anderen Bereichen erfolgreich an seinem Stall umsetzen zu können. Wenn alle Kandidaten Einzug gehalten haben, wird der Wegner-Stall mit einem knapp 20-köpfigen Lot die neue Saison bestreiten. „Es sind einige nette Kandidaten darunter" freut sich der Coach und ergänzt „zwar sind einige ältere Pferde gegangen, doch dadurch, dass vor allem bei den Dreijährigen einige vielversprechende Kandidaten dabei sind, hat unser Stall eine gute Struktur, so dass wir mit einigen Erwartungen an die Sache herangehen", äußert sich Stefan Wegner durchaus zufrieden. Zum Nachwuchs am Stall zählt der Sakhee-Sohn Somelikeithot. Der Görlsdofer war ein Badener Auktionskauf und berechtigt nach den Worten des Trainers allein aufgrund seiner tollen Abstammung zu großen Hoffnungen. Er wird als hochbeiniges und großgewachsenes Pferd beschrieben, der sich schon gut eingelebt hat. „Er hat einen anständigen Charakter und ist ein toll zu händelndes Pferd" äußert sich Stefan Wegner über den Zweijährigen des Stalles Barbara. Das Duo der Youngster wird durch die Doyen-Tochter Sterntänzerin komplettiert. Die schicke und kernige Fuchsstute könnte aufgrund ihrer guten Bewegungen bereits schon in diesem Jahr an den Ablauf kommen. Das Dreijährigen-Lot wird alphabetisch von Stall Skyteams angeführt. Der Rapp-Schimmel präsentiert sich seinem Coach derzeit allerdings noch als zweischneidiges Schwert. „Von seiner Abstammung her erscheint er mir als Areion-Sohn durchaus als frühreif. Vom Typ her deutet er momentan aber eher auf ein spätreifes Pferd, der sich noch festigen muss. Ihm gelten aber einige Hoffnungen und er wird mit Sicherheit ein ordentliches Pferd" unterstreicht Wegner seinen insgesamt positiven Eindruck. Ein neues Gesicht am Stall ist auch AngioliniDiora. Die Dashing Blade-Tochter ist eine Vollschwester zu Deauville und Diamante, weshalb ihr allein schon aufgrund ihrer Verwandtschaft viel Aufmerksamkeit gelten wird. Die Brümmerhoferin, die ihre ersten beiden Starts unter der Obhut von Peter Schiergen absolvierte und dabei in Bremen und Hannover im Mitteltreffen landete, wird nun die Farben des Stalles TSF tragen. „Ihren zweiten Start konnte man schon als Ansatz betrachten",  kommentiert ihr neuer Coach die beiden bisher gezeigten Leistungen der Stute. „Sie ist ein langes Modell und benötigt noch Kraft, gilt aber ohne Zweifel als große Hoffnungsträgerin des Quartiers" fügt Wegner hinzu. Eine schöne Geschichte weiß Stefan Wegner zu Dulini zu berichten. Für die Law Society-Tochter hat sich die Besitzerin etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Da das bevorzugte Urlaubsziel der Eignerin Afrika heißt und ihr der Name Dulini so gut gefiel, wurde die Stute kurzerhand auf diesen Namen getauft. Dass es sich dabei übersetzt um einen Ameisenhaufen handelt, war dabei zweitrangig. „Wenn die Stute aber so fleißig agieren wird, wie die kleinen Tierchen, dann haben wir dagegen nichts einzuwenden", so Stefan Wegner schmunzelnd. Brennen, wie nach einem unvorsichtigen Sitz in einem Ameisenhaufen, tut Dulini auf ihren ersten Einsatz aber noch nicht. „Sie ist eine kräftige Stute, die noch etwas Zeit benötigen wird, so dass sie erst für die zweite Jahreshälfte interessant werden sollte" lautet die Einschätzung des Trainers. Etwas im Ärmel sollte nach den Worten des Coaches Etali haben. Die Fuchsstute des Stalles Mimmi and friends wird als kesser Charakter beschrieben. „Sie ist eine selbstbewusste Stute, die galoppieren kann und ein regelrechtes Kraftpaket verkörpert. Sie ist daher eines der Pferde, das zu großen Hoffnungen Anlass gibt" freut sich ihr Betreuer über die Muhtathir-Tochter. Spät in den Stall gekommen ist Falina, die gerade ihre ersten Lektionen mit Bravour absolviert. „Ich bin gespannt, wie sie galoppieren wird. Sie sollte eine ordentliche Stute für die zweite Jahreshälfte sein." Super entwickelt hat sich Genie. Nachdem die Black Sam Bellamy-Tochter zweijährig noch Schwierigkeiten mit der Balance hatte, hat sie nun einen ordentlichen Schub gemacht und sich mittlerweile zu einem kapitalen Typ entwickelt. „Da schlummert was drin" äußert sich Wegner gleichsam geheimnis- wie erwartungsvoll über sie. Genie sollte ebenfalls in der zweiten Jahreshälfte ihr Debüt geben. Ein weiteres Mitglied im Club der Pferdedamen ist My Song, eine Kingsalsa-Tochter, mit der man im vergangenen Jahr schon eine Zweijährigen-Kampagne ins Auge gefasst hatte. Doch legte eine Fesselgelenksentzündung diese Pläne kurzerhand ad acta. Nun ist aber alles ausgestanden und die schnelle Stute, die ihre Ängstlichkeit noch ein wenig ablegen muss, sollte als erste Starterin aus dem Dreijährigen-Jahrgang gelten. Bei den Älteren handelt es sich um etablierte Kandidaten, die für den einen oder anderen Punkt gut sein sollten. Zu den erfahrenen Schützlingen zählt allerdings nicht Baracoa. Die Sechsjährige, eine Schwester des mehr als nützlichen Baradero, absolvierte in Hannover Anfang November ihren ersten Lebensstart, konnte dabei aber noch keine Akzente setzen. Die Goofalik-Tochter gilt als spätes Semester, das ein kapitales Modell verkörpert. „Sie ist nicht ganz einfach und benötigt noch Zeit, wird ihren Weg aber machen" ist sich Stefan Wegner sicher. Ansätze gezeigt hat bereits Glad Royal. Der Vierjährige wurde durch zwei kleinere Verletzungen immer wieder aus dem Rhythmus gebracht. Der Big Shuffle-Sohn sieht toll aus und sollte nach den Worten des Trainers nicht mehr lange sieglos bleiben. Viel Freude hat im letzten Jahr Gupido gemacht, der eine tolle Saison hingelegt hat. Zugegeben hat die Besitzerin aber auch viel Geduld mit ihrem Schützling an den Tag gelegt, so dass sich das Warten nun auszahlen sollte. Der fünfjährige Lando-Sohn ist bestens durch den Winter gekommen und sieht phantastisch aus. Auf langen Wegen und gutem Boden sollte er deshalb vor einer guten Saison stehen. „Das Ende der Fahnenstange ist bei ihm jedenfalls noch nicht erreicht" ist sich Stefan Wegner sicher. Heiß begehrt war bei Margie` s World das Thema Blacktype, das in einem hannoverschen Listenrennen entsprechend umgesetzt werden konnte. Dass das Eingreifen der Stewards und die Disqualifikation der ursprünglichen Siegerin letztlich zu einem Aufrutschen von Margies`s World auf den zweiten Platz führte, war dabei ein willkommener Begleitumstand. Doch sah der Sieg von Margie`s World im Ausgleich III gegen Quilic bereits schon gut aus. Wobei die Stute anschließend das Glück nicht auf ihrer Seite hatte, als sie in die Rails gedrückt und dadurch ein besseres Abschneiden verhindert wurde. „Sie fühlt sich gut und wird alle Listenrennen für Stuten auf der Neuen Bult bestreiten" steckt Stefan Wegner ihre diesjährige Route ab. Eine stolze Gewinnsumme von 20.000 Euro hat im vergangenen Jahr Owentuo eingaloppiert, der auch in diesem Jahr mit drei Starts und zwei zweiten Plätzen schon wieder sehr fleißig war und dabei gleich nahtlos an seine gute Vorjahresform anknüpfen konnte. Bei einem Jahres-GAG von 84 Kilo hat der siebenjährige Areion-Sohn letzte Saison viele tolle Leistungen gezeigt und war neben einem Sieg immer im Geld. Sein Jahresdebüt im französischen Deauville verlief rennverlaufsbedingt aber nicht zufriedenstellend. „Wir gehen mit ihm nun erneut in ein Altersgewichtsrennen bzw. Verkaufsrennen in Frankreich", so Stefan Wegner über den Routinier im Stall.. Die Reiterfrage soll, wie schon in der Vergangenheit, von Fall zu Fall entschieden werden, da man in den zurückliegenden Jahren mit dieser Politik sehr gut gefahren ist.

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