Sport-Welt 2008
Hannover Auf eine sehr erfolgreiche Saison 2007 kann Stefan Wegner zurückblicken, der nach seinem Umzug auf die Neue Bult im vergangenen Jahr seine erste komplette Saison in Langenhagen absolviert hat. „Wir haben gute Arbeit abgeliefert und hatten, an der Qualität der gewonnenen Rennen gemessen, unsere beste Saison“ resümiert Stefan Wegner das letzte Rennjahr und ergänzt ; „Wir haben mit Owentuo in Bad Doberan einen Ausgleich I gewonnen, mit Super Eagle die Auktionsrennen von Dresden und Neuss, waren mit Fairyland in Serie listenplatziert und in der kompletten Breite mit gut gemanagten Pferden, die ihr Limit abgerufen haben, viel im Geld.“
Am Ende summierten sich für das Wegner-Quartier 21 Siege im Inland und ein Auslandserfolg, der Anfang Juli durch Maxxwell auf der Hürdenbahn im französischen Vittel gelang.
„Wenn wir das in diesem Jahr mit der Siegzahl noch einmal schaffen könnten, dann wäre das eine gute Sache“ äußert sich der Coach über seine Zielsetzung. Das Vorhaben wird mit 25 Vertretern angegangen, was bedeutet, das die Boxenkapazität als ausgelastet bezeichnet werden kann, wobei viele neue Besitzer hinzugekommen sind und alte Kontakte eine Wiederauflage eines Engagements mit sich gebracht haben. Die Reiterfrage soll von Fall zu Fall entschieden werden, wobei der Trainer die besonders gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Andreas Helfenbein lobt. Aber auch Janina Reese wird ihre Chancen am Quartier bekommen.
Bei den Zweijährigen findet Stefan Wegner über lobende Worte. „Er ist ein spätes, aber gutes Pferd“, so Wegner, der in diesem Zusammenhang auch KeltenkönigGlad Royal erwähnt, der mit den Attributen „früh und schnell“ versehen wird und damit einige Erwartungen bei seinem Umfeld weckt.
Bei den Dreijährigen darf man gespannt sein auf eine noch namenslose Platini-Tochter (aus der Valda), die der Trainer als gut gemachtes, ordentliches Pferd betitelt. Ebenso lobend äußert sich Stefan Wegner über doe Toubogg-Tochter Esucdia , deren Mutter El Zulia immerhin ein GAG von 89 Kilo erlangte. „Wir haben bei ihr eine gewisse Erwartungshaltung, was auch Nennungen in den üblichen größeren Stutenrennen unterstreichen. Allerdings wird die großrahmige Stute noch Zeit benötigen“ so Wegner.
Auch der Lando-Sohn Gupido könnte größere Prüfungen anpeilen. „Er kann ein gutes Pferd werden, wird aber durchaus noch etwas Zeit benötigen. Gute Veranlagung hat er jedenfalls schon gezeigt“, äußert sich Stefan Wegner über seinene Schützling. Die Auenadler-Tochter Olina ist noch nicht lange im Stall, zeigt nach den Worten des Trainers aber sehr vSuper Eagleiel Veranlagung. Gespannt sein darf man auch auf den Bahamian Bounty-Sohn Wild Bill Tracey , der als England-Import bereits fünf Platzierungen aufweisen kann und mit seinem Rating und als siegloses Pferd sehr interessant sein sollte.
Ein gutes, aber spätes Pferd sollte der Terre de L’homme-Sohn Fast Fighter sein.
Beim älteren Semester sollten die bestens etablierten Kandidaten Owentuo und für den ganz großen Wurf sorgen. Owentuo machte in der vergangenen Saison einen regelrechten Durchmarsch durch die Handicaps mit Erfolgen im Ausgleich III, Ausgleich II und Ausgleich I. „Mit ihm werden wir in diesem Jahr Grupperennen ins Visier nehmen“ lautet die Ausrichtung des Trainers. Ähnliches gilt auch für den Auenadler-Sohn Super Eagle, der im vergangenen Jahr zu drei Siegen kam und dabei die Auktionsrennen von Neuss und Dresden an seine Fahne heften konnte.
„Er sollte in die Sprinter-Elite reinwachsen können“, traut ihm Wegner zu. Steigerungspotentzial sieht der Trainer auch bei Proventus , der nach seinem Erfolg in Hamburg-Horn nicht mehr am Ablauf gewesen ist.“Für den Hamburger-Sieg hat er 72 Kilo bekommen. Jetzt als Wallach sollte er mental besser unterwegs sein und noch einiges im Ärmel haben“, so Stefan Wegner über den Kalatos-Sohn. Ähnliches gilt auch für Classic Fire , der nun Wallach ist und „bei dem ebenfalls noch Potenzial vorhanden sein sollte“ ist sich sein Betreuer sicher. In diese Kategorie gehört auch Siegmund , bei dem der Trainer ebenfalls von einem steigerungsfähigen Kandidaten spricht. Besser Klasse sollte nach Meinung des Trainers die Samum-Tochter Lady Di vertreteten, die bei ihrem zweiten Lebensstart in Dresden gleich in feiner Manier zu einem Erfolg kam. Zu reellen Punkteaspiranten zählen auch , OrioleCromat und Baradero .
Eine Halbschwester zu Baradero ist Baracoa, die als große Hoffnung des Züchters in den Stall eingezogen ist.“Sie ist vom Exterieur eine schön gemachte Goofalik-Tochter“ lautet das Urteil des Trainers. Auch Baali sollte in dieser Saison einiges nachholen können. Und dann ist da noch der Spezialist im illegitimen Metier, Maxxwell , der zu neunen Taten bereit ist und dem der Trainer eine gute Aufbauperformance bescheinigt. „Er wird in den besseren Hindernissrennen zu sehen sein, aber auch Gastspiele in Frankreich werden bei ihm eine Rolle spielen“ freut sich Stefan Wegner über seinen Schützling, der in Neuss vor zehn Tagen gewinnen konnte.
(Sport-Welt, 01.04.2008, Ausgabe Nr. 38)